Preview – 28. Spieltag
Thomas Helmers Ausblick auf die Highlights des 28. Bundesligaspieltages:
VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen 3:1
Die Wolfsburger-Festspiele gehen weiter! Nach einer durchwachsenen Leistung in Mönchengladbach präsentiert sich der VfL in der heimischen Wolfsburg wieder gewohnt spielstark und torhungrig. Dabei kann sich Felix Magath einmal mehr nicht nur auf seinen Wundersturm verlassen, auch hinten lassen die Wolfsburger so gut wie nichts anbrennen. Erst 33 Gegentore sprechen da für sich. Besonders Torhüter Benaglio hat zuletzt überzeugt.
Leverkusen bleibt in dieser Saison das Team der Perspektiven. Helmes, Kießling, Kroos & Co. haben ihr großes Potential bis heute leider viel zu selten genutzt.
Arminia Bielefeld – FC Bayern München 0:0
Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe! Das Kapitel “Champions League” ist abgehakt und der FC Bayern ist zum Tagesgeschäft übergegangen, das da heißt: Titelgewinn. Aber schon gegen die Arminia droht ein herber Rückschlag. Im Kopf und in den Beinen noch die Partien gegen Barcelona fällt es schwer, sich auf den Liga-Alltag umzustellen.
Zu Hause wäre Bielefeld, nach zuletzt drei Niederlagen in Serie, für den FC Bayern ein perfekter Aufbaugegner, auswärts wird es für den FC aber eine harte Nuss. Wenn Dennis Eilhoff dann noch einen guten Tag erwischt, werden sich die Münchner am Bielefelder-Bollwerk die Zähne ausbeißen. Am Ende bleibt mal wieder ein Punkt in Westfalen.
Hertha BSC – Werder Bremen 1:1
Nur wenig ist vom kurzen Glanz der Hertha übrig geblieben. Drei Niederlagen haben die Berliner unsanft aus den Titelträumen gerissen. Da wiegt der Ausfall von Leitwölfen wie Arne Friedrich und Andrey Voronin natürlich doppelt schwer. Lucien Favre ist gefragt, der Mannschaft das verlorene Selbstbewusstsein wiederzugeben. Auch wenn die Bremer mit der Hypothek des UEFA Cup-Spiels gegen Udinese unter der Woche nach Berlin kommen und die Hertha aus dem Hinspiel auch noch einiges gutzumachen hat, werden die Berliner mit einem gewonnenen Punkt zufrieden sein müssen.
HSV – Hannover 2:0
Für den HSV geht es in die “Crunch-Time”. Vier Spiele in nur 14 Tagen sind richtungsweisend für Meisterschaft, Pokal und UEFA Cup. Bevor am Mittwoch Werder zum “großen Nord-Derby” nach Hamburg kommt, schaut am Sonntag erst noch die Truppe aus Hannover zum “kleinen Nord-Derby” vorbei. Obwohl die Hamburger in den letzten Wochen physisch an ihre Grenzen zu stoßen scheinen, können sie sich in diesem Spiel fast nur selbst schlagen. Auswärts sind die Niedersachsen, die mit der Empfehlung der schlechtesten Abwehr anreist, in dieser Saison eine sichere Bank. Zum Leidwesen von Dieter Hecking als zuverlässiger Punktelieferant! Wenn es Martin Jol, die Trainer-Entdeckung des Jahres, schafft, dass die Mannschaft für 90 Minuten die Konzentration hält, bleibt der HSV auch am Sonntag weiter im Kreis der Titelaspiranten.
