Preview – 29. Spieltag
Thomas Helmers Ausblick auf die Highlights des 29. Bundesligaspieltages:
1899 Hoffenheim – Hertha BSC
Hoffenheim ist nach zuletzt 10 Spielen ohne Sieg in der Realität der Liga angekommen. Aus dem Aufsteiger ist der Gejagte geworden. Das zeigt sich in der Einstellung der Gegner, aber auch im Auftritt der Hoffenheimer Mannschaft.
Für Rangnicks Team wird es höchste Zeit, den Schalter wieder umzulegen! Auch die Hertha ist nach zwischenzeitlichem Meisterrausch auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Zwar gab es gegen Bremen einen Last-Minute-Sieg, trotzdem konnten die Hauptstädter nicht überzeugen. Fraglich, wie die recht rustikale Innenverteidigung mit Simunic – der eine seiner besten Saisons spielt – und von Bergen mit dem schnellen Hoffenheimer Angriff zurechtkommt. Für beide ein Punkt, der für beide eigentlich zu wenig ist.
FC Bayern München – Schalke 04
Die Klippe Bielefeld umschifft und bis auf Klose alle Mann an Bord nimmt der FC Bayern Kurs auf das Minimalziel Deutsche Meisterschaft. In der heimischen Arena wird die Mannschaft von Jürgen Klinsmann ordentlich Dampf machen. Dabei sollte Jürgen ruhig auf die eigene Stärke vertrauen und mit zwei echten Stürmern auflaufen, Ribery ist als hängende Spitze verschenkt. Schalke kommt zwar mit der Empfehlung von drei Dreiern in Serie, allerdings konnten sie gegen die großen Gegner wie den HSV und Wolfsburg nicht punkten. Am Ende siegen auch am Samstag die Bayern, vorher wird es aber ein heißer Tanz in der Arena.
Borussia Dortmund – HSV
Nur rund 48 Stunden nach dem 120-Minuten-Pokalfight gegen Bremen muss der HSV beim BVB ran. Dabei müssen die Hamburger wieder an ihre Belastungsgrenze gehen, um vor 80.000 euphorischen Fans zu bestehen, schließlich haben die Unentschiedenkönige aus Ruhrgebiet plötzlich die Lust am Siegen wiederentdeckt. Beide Mannschaften können auf eine solide Defensive aufbauen und beide Torhüter Frank Rost als Roman Weidernfeller präsentierten sich in Topform. Da sich die Teams auch im Mittefeld und Sturm, mit leichten Vorteilen für den HSV, fast neutralisieren, könnte am Ende die größere Physis das Zünglein an der Waage sein. Knapper Heimsieg für die Südtribüne.
Energie Cottbus – Vfl Wolfsburg
Mit der Meisterschaft vor Augen wächst der Druck im Team der Wölfe! Gegen Gladbach und Leverkusen gab es Arbeitssiege statt Zauberfußball und die ganze Liga fragt, wann wird der Tabellenführer straucheln? Nicht in Cottbus! Aber es wird ein hartes Stück Arbeit. Energie wird sich einigeln und auf Konter warten. Dabei spielt die Zeit für die Lausitzer: Je länger Misimovic & Co. dem ersten Tor nachjagen, desto größer wird die Verspannung bei den Wölfen. Felix Magath ist gefragt, die Köpfe der Mannschaft frei zu machen, damit Wolfburg spielt, was es kann. In Cottbus jedenfalls wird es wieder zum Arbeitssieg reichen.
