Preview – 34. Spieltag

Thomas HelmerThomas Helmers Ausblick auf die Highlights des 34. Bundesligaspieltages:

FC Bayern München – VfB Stuttgart
Der VfB kann nur gewinnen! Denn nach komplett missratener Hinrunde wäre auch der dritte Platz und das Erreichen der Champions League Qualifikation ein riesiger Erfolg. Aber das Babbel-Team hat Lust auf mehr bekommen und will jetzt mit einem Sieg in München eine weitere Last-Minute-Meisterschaft für die Stuttgarter einfahren.
Für den FC Bayern München geht es dagegen um alles. Das verpassen der Champions League wäre eine Katastrophe, droht doch dann der Abgang von Superstar Franck Ribery. Auch die Zukunft von Philip Lahm, dem besten Linksverteidiger der Liga, in München scheint in Frage zu stehen.
Das Hoffenheimer-Experiment, Lucio als Rechtsverteidiger einzusetzen, wird Heinkes kaum wiederholen. Eine lohnenswerte Überlegung: Mit gleich drei Spitzen – Toni, Klose und Podolski –starten und so die Schwaben in die Schranken weisen.
Gelingt es dem VfB, den ersten Ansturm der Bayern zu überstehen, ist alles drin. München wird sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben und im Laufe der Partie sich immer weiter für Stuttgarter Konter öffnen.

VfL Wolfsburg – Werder Bremen
Magaths Schluss- und Meisterstück! Gegen müde Bremer wird im letzten Heimspiel nichts mehr anbrennen und die Heimstarken werden den ersten Titel in die Autostadt holen.
Beim vermutlich letzten gemeinsamen Auftritt des Sturmduos Dzeko und Grafite wird für Tim Wiese reichlich zu tun und einiges nicht zu halten sein.
Auch wenn der Sieg nicht so hoch ausfällt wie gegen die 96er, wird es zum ungefährdeten Heimsieg reichen.
Nach der Niederlage im UEFA Cup-Endspiel ist das anstehende Pokal-Finale Werders letzte Chance, in der kommenden Saison international dabei zu sein. Ein Muss! Denn nach dem Weggang von Diego muss der Kader verstärkt werden und diese Aufgabe wird nicht leichter, wenn die Europaliga verpasst würde. Daher ist der Ausflug nach Wolfsburg auch nicht mehr als eine lästige Pflichtaufgabe zwischen Istanbul und Berlin.

Karlsruhe – Hertha
Die Minimalisten aus der Hauptstadt – nur 48 Tore in 33 Spielen – können als „lachender Vierter“ der Sieger des 34. Spieltages werden. Bei einem Unentschieden in München würde es sogar zu einem weiteren Tänzchen von Manager Hoeness und zur direkten Qualifikation für die Champion League reichen. Immer vorausgesetzt: Ein Sieg beim designierten Absteiger Karlsruher SC.
Wäre der KSC in der letzten Woche plangemäß in Bremen unter die Räder gekommen, wäre das Spiel für die Berliner ein echter Selbstläufer, so müssen sie sich aber auf 90 Minuten Abstiegskampf einstellen. Der Verbleib der Badener in der ersten Liga hängt an einem sehr, sehr dünnen seidenen Faden, aber solange dieser Faden noch hält…
Knapper Sieg für das Team Lucien Favre.

Gladbach – Dortmund
Verloren und doch gewonnnen! Zwar wird sich beim Borussen-Duell das Team von Jürgen Klopp durchsetzen, trotzdem steht Hans Meyer am Ende nicht mit leeren Händen da. Die Fohlen bleiben erstklassig und können, auch wenn wichtige Spieler wie Marin und Baumjohann den Verein verlassen, den Neuaufbau fortsetzen.
Jürgen Klopp scheint hingegen endgültig in Dortmund angekommen zu sein. Die Mannschaft spielt mittlerweile ansehnlichen und druckvollen Fußball und Blasikowski und Hainal erfüllen jetzt die in sie gesetzten Erwartungen.
Die Gewinner beim BVB sind aber die langzeitverletzten Patrick Owomoyela und Sebastian Kehl, die, endlich genesen, wieder zu alter Stärke zurückgefunden haben.