Preview – 2. Spieltag
Thomas Helmers Ausblick auf die Highlights des Bundesligaspieltages mit den Spielen:
FC Bayern München – SV Werder Bremen
Das erste Heimspiel ihres neuen Übungsleiters Louis van Gaal verspricht ein echter Knaller zu werden. Die Bremer kommen mit mächtig Frust ob der überraschenden Heimpleite gegen die Eintracht und werden sich kräftig ins Zeug legen. Aber auch die Bayern haben zu Hause nichts zu verschenken, zumal der Titel in dieser Saison das Minimal-Ziel ist.
Vielleicht kommt das Spiel aber für die Bremer auch zu früh. Gerade im Mittelfeld steckt für die weitere Saison ein enormes Potential: Mit den Bayern-erfahrenen Frings und Borowski und den U21-Europameistern Marin und Özil stehen gleich vier Jogi-Kandidaten in der Startformation. Was bei Werder nach ganz oben aber fehlt, ist die Sicherheit in der Abwehr und der Torgarant im Sturm. Da würde ein Pizzaro richtig gut tun.
Am Ende wird wohl die Frage, wer neben dem gesetzten Gomez bei den Bayern im Sturm auflaufen darf, spannender als das Ergebnis sein. Heimsieg.
Hamburger SV – Borussia Dortmund
Die Hamburger müssen! Auch wenn die Ergebnisse stimmen, lassen die spielerischen Leistungen Böses befürchten. Im Team von Bruno Labbadia wird noch nicht gespielt, sondern gearbeitet. Wenig geht automatisch, viel hängt noch Einzelaktionen ab. Dabei sind die Erwartungen an den neuen Trainer nach den doch recht ambitionierten Sommertransfers extrem hoch. Eine Niederlage gegen den BVB und die Zeit der Ruhe an der Alster wäre endgültig vorbei.
Die Dortmunder können auf ihre solide Defensivarbeit aufbauen und lassen nur wenige Chancen zu. Wenn die Dortmunder tief stehen, werden Petric und Guerrero mehr Unterstützung aus dem Mittelfeld benötigen, um ihre Stärken auszuspielen.
Einzig im Sturm fehlt beim BVB derzeit der richtige Durchzug: Valdez und Zidan sind noch immer nicht im Spiel des BVB angekommen und Rangelov und Barrios müssen erst noch beweisen, dass sie den BVB wieder in höhere Tabellenregionen schießen können.
Nach zuletzt drei Heimsiegen wird es diesmal nur zum Unentschieden reichen.
Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim
Wer sich wundert, dass Hoffenheim mit Simunic, für mich der beste Innenverteidiger der letzten Saison, einen nicht mehr ganz jungen, aber dafür erfahrenen Spieler geholt hat, der sollte doch mal nach Leverkusen schauen.
Da steht mit Hyypiaä wahrscheinlich der einzige Spieler auf dem Platz, den Jupp Heinkes noch aus seiner aktiven Zeit kennt. Routine hin oder her, ich bin sicher, dass Hoffenheim da den besseren Griff getan hat.
Zu sehen am kommenden Samstag gegen Hoffenheim: Ibisevic, Ba und Obasi werden den Fußball-Finnen mächtig ins Schwimmen bringen.
Dabei hat Leverkusen durchaus einiges zu bieten und spielt, wenn es denn läuft, einen außerordentlich attraktiven Fußball. Friedrich, Kießling, Helmes und Kroos – alles Spieler mit großen Perspektiven. Vielleicht bringt ja der Rückzug in die neue Bay-Arena der Werkself demnächst auch wieder das notwendige Quäntchen Heimat-Vorteil.
Ich bin sicher, man darf sich auf einen Fußball-Leckerbissen freuen, stehen doch zwei technisch hervorragende Teams mit einem Hang zur Offensive gegenüber.
Knapper Auswärtssieg.

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